Mit den Unternehmensbereichen Plansee Hochleistungswerkstoffe und Ceratizit sowie der Beteiligung an Molymet ist die Plansee Group eines der weltweit führenden pulvermetallurgischen Industrieunternehmen aus den Werkstoffen Molybdän und Wolfra . Das Produktportfolio umfasst mehr als 100.000 verschiedene Errzeugnisse und Werkzeuge.
In einem anhaltend herausfordernden Geschäftsumfeld hat sich das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt solide entwickelt. Dank gesicherter Rohstoffversorgung, lokaler Fertigung in allen großen Wirtschaftsregionen und Kunden in breit gefächerten Absatzmärkten sieht man sich für die Zukunft gut aufgestellt.
Während sich das Geschäftsklima vor allem in Europa weiter abkühlte, zeigte sich eine leichte Erholung in China. Die Nachfrage aus Branchen wie Maschinenbau, Automobilindustrie und Halbleiterindustrie blieb weiterhin verhalten. Von der Unterhaltungselektronik sowie der Luft- und Raumfahrt gingen hingegen spürbare Wachstumsimpulse aus.
„Wir haben an unserer operativen Leistungsfähigkeit gearbeitet und Preiserhöhungen erfolgreich umgesetzt. Allerdings konnten wir damit die Auswirkungen einer sinkenden Auslastung unserer Produktionskapazitäten nicht vollständig ausgleichen“, so Karlheinz Wex, Vorstandsvorsitzender der Plansee Group beim jährlichen Pressegespräch in Reutte.
Die um vier Prozent rückläufige Absatzmenge führte im Vergleich zum Vorjahr zu einem Umsatzrückgang um ein Prozent auf 2,25 Mrd. EUR. Die Eigenkapitalquote stieg auf 59 Prozent (Vorjahr 57%). Die Zahl der Mitarbeitenden sank weltweit um drei Prozent auf 10.890 Beschäftigte – davon 2.504 Personen am Hauptsitz in Reutte.
Zu den Investitionsschwerpunkten gehörten Kapazitätserweiterungen bei Produktionswerken in Bulgarien, Frankreich, Polen sowie in Lechbruck, Deutschland. In Österreich sind Projekte zur Dekarbonisierung von Industrieöfen sowie der Automatisierung der Fertigung von Wolfram- und Hartmetallprodukten gestartet.
In China und Indien wurden Anlagen für neue Produkte in der Medizintechnik, der Halbleiterindustrie sowie der Energieübertragung installiert. Weitere Investitionen flossen in neue Maschinen und Anlagen sowie in die Produkt- und Prozessentwicklung. Die Zahl der Mitarbeitenden sank weltweit auf 10.890 Beschäftigte – ein Rückgang um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Am größten Produktionsstandort in Reutte sinkt die Wettbewerbsfähigkeit. „Mittlerweile machen die Personalkosten 30 Prozent der Gesamtkosten aus“, so Karlheinz Wex. „Glücklicherweise ist die Plansee Group ein gesundes Unternehmen, das solche Jahre verkraftet. Aber die Tendenz ist besorgniserregend“, so die Botschaft des Vorstandsvorsitzenden an die Politik.
Der Vorstand erwartet im laufenden Geschäftsjahr keine Beruhigung im wirtschaftlichen Umfeld und Wachstumsimpulse allenfalls in einigen ausgewählten Industrien. Insgesamt rechnet man mit einer Entwicklung auf Vorjahresniveau.
