Mehr Volumen und Umsatz bei Hapag-Lloyd im Jahr 2012

Hapag-Lloyd erzielte im Geschäftsjahr 2012 trotz hoher Energiekosten und Ausfall der ‚peak season‘ ein positives operatives Ergebnis Hapag-Lloyd konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Frachtrate, das Transportvolumen und den Umsatz zum Teil deutlich steigern. Trotz eines widrigen wirtschaftlichen Umfeldes erreichte das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBITDA von 335 Mio. Euro und ein EBIT von 26 […]

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Hapag-Lloyd erzielte im Geschäftsjahr 2012 trotz hoher Energiekosten und Ausfall der ‚peak season‘ ein positives operatives Ergebnis

Hapag-Lloyd konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Frachtrate, das Transportvolumen und den Umsatz zum Teil deutlich steigern. Trotz eines widrigen wirtschaftlichen Umfeldes erreichte das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBITDA von 335 Mio. Euro und ein EBIT von 26 Mio. Euro. Hapag-Lloyd schnitt damit im Branchenvergleich erneut positiv ab. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die durchschnittliche Frachtrate 2012 um 3,2 Prozent auf 1.581 USD/TEU. Die Transportmenge konnte um 1,1 Prozent auf rund 5,3 Mio. TEU erhöht werden. Der Umsatz betrug 6,84 Mrd. Euro und lag damit auch währungsbedingt um 12,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Konzernergebnis belief sich auf -128 Mio. Euro.
Die nochmals gestiegenen Energiekosten belasteten auch 2012 die Linienschifffahrt, in der Schiffsbrennstoff (Bunker) den größten Kostenblock darstellt. Die Bunkerpreise erreichten vor allem im ersten Halbjahr 2012 neue Rekordhöhen von mehr als 720 USD/t. Hapag-Lloyd musste im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 660 USD/t Bunker neun Prozent mehr aufwenden nach einer bereits 34-prozentigen Steigerung im Vorjahr. Insgesamt lagen die Transportaufwendungen 2012 mehr als 900 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.
Die spürbare Abkühlung der Weltkonjunktur sorgte zudem im zweiten Halbjahr für ein unerwartet niedriges Ladungsaufkommen und einen Ausfall der ‚peak season‘. Betroffen waren vor allem die Importe der südeuropäischen Länder durch die Schuldenkrise sowie die Exporte der Wachstumsträger wie China, Indien und Brasilien. Die ‚peak-season‘-Aufschläge, die in der Linienschifffahrt einen wichtigen Ergebnisbeitrag darstellen, konnten 2012 in wichtigen Fahrtgebieten nicht am Markt realisiert werden. Auch die im ersten Halbjahr durchgesetzten Ratenerhöhungen – bei Hapag-Lloyd zwischen Jänner und Juli mehr als zwölf Prozent – hatten als Folge der schwächeren Nachfrage im zweiten Halbjahr keinen Bestand.
„Trotz eines wirtschaftlich schwierigen Umfeldes konnten wir, wie auch 2011, ein positives operatives Ergebnis erwirtschaften. Obwohl wir damit im Branchenvergleich gut abschneiden, blieb das Ergebnis hinter unseren Erwartungen zurück und ist nicht zufriedenstellend“, sagte Michael Behrendt, Vorstandsvorsitzender von Hapag-Lloyd. „Unser Ziel für das laufende Geschäftsjahr ist eine deutliche Ergebnisverbesserung unter anderem mit Hilfe der bereits angekündigten Ratenerhöhungen und weiteren Kostensenkungen, um wieder eine Dividendenfähigkeit herzustellen.“
 

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