Vor fast zwei Jahren hat der deutsche Lebensmittelhändler Kaufland in der Stadt Möckmühl im Bundesland Baden-Württemberg seinen ersten E-Ladepark mit acht DC-Ladestationen eröffnet. Von hier aus werden täglich zwölf Supermarkt-Filialen mit elektrischen 40-Tonnern beliefert, die die Tochterfirma der Schwarz-Gruppe u.a. in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Frachttechnologieunternehmen Einride einsetzt.
Zusätzlich zu den acht E-Lkw, mit denen Kaufland das Projekt begonnen hat, sind mittlerweile zwei weitere Spediteure auf E-Lkw umgestiegen. In Summe wird die Region Südwest jetzt von 14 elektrischen 40-Tonnern beliefert.
Eine vorläufige Öko-Bilanz fällt sehr erfreulich aus. Seit dem Start des Piloten hat Kaufland über 22.500 Filialtouren mit Strom zurückgelegt und ist damit eine Million Kilometer elektrisch gefahren. In Summe konnte das Unternehmen so 950 Tonnen CO2 einsparen. Zum Vergleich: Das entspricht in etwa 700.000 Flügen von München nach Berlin.
„Wir sehen diese Zahlen eindeutig als Ansporn, auch weiterhin unserer ökologischen Verantwortung in der Belieferung gerecht zu werden und bauen das Projekt daher sukzessive weiter aus“, kündigt Pascal Siegmund, Leiter der internationalen Transportlogistik bei Kaufland, an.
So habe die Lebensmittelhandelskette z.B. Kooperationen mit mehreren großen Lieferanten geschlossen, damit die E-Lkw die Filialrücktouren mit Warenabholungen an den jeweiligen Standorten der Geschäftspartner verbinden können. Auch die unternehmenseigenen Fleischwerke in Heilbronn stünden bei Filialrücktouren Richtung Möckmühl auf dem Routenplan, gibt Pascal Siegmund bekannt.
Auf E-Lkw setzt Kaufland auch schon an seinen Logistikstandorten Barsinghausen und Dortmund. „An unseren anderen Standorten prüfen wir ebenfalls schon Konzepte für E-Ladeparks“, sagt der Manager. Klar sei für ihn aber auch eines: „Der Weg zu mehr E-Mobilität ist kein Sprint, sondern ein Marathon!“
