Hafen Hamburg wird um 1,1 Mrd. EUR ausgebaut

Containerschiffe erhalten mehr Platz zum Manövrieren. Jährliche Umschlagkapazität am CTH soll von vier auf bis zu sechs Millionen TEU steigen.

Hafen Hamburg wird um 1,1 Mrd. EUR ausgebaut Bild: Eurogate Terminals

Im Hamburger Hafen soll die seit langem geplante Westerweiterung umgesetzt werden. Am 4. Juli haben die Hamburg Port Authority (HPA), Eurokai und die Eurogate Container Terminal Hamburg GmbH (CTH) einen Projekt- und Mietvertrag zur Realisierung der Ausbaumaßnahme im Waltershofer Hafen abgeschlossen. Basierend auf einer vorläufigen Schätzung wird mit Gesamtkosten in Höhe von rund 1,1 Mrd. EUR gerechnet.

Die Infrastruktur soll durch die HPA bis Mitte der 2030er Jahre fertiggestellt werden. Eurogate hat einen Mietvorvertrag für die entstehenden Flächen gezeichnet und wird mindestens 700 Mio. EUR in den Terminal-Ausbau investieren, der innerhalb von zwei Jahren nach Übergabe der neuen Flächen abgeschlossen sein soll.

Den Angaben zufolge wächst die jährliche Umschlagkapazität am CTH damit von vier auf bis zu sechs Millionen TEU. „Zudem wird der geplante größere Drehkreis für den Waltershofer Hafen sogenannten Ultra Large Container Vessels von 400 Metern Länge und mehr als 60 Metern Breite den Zugang zum Eurogate-Terminal erheblich vereinfachen, da die Drehmanöver solcher Schiffe von heute etwa 40 Minuten auf 20 Minuten halbiert werden könnten“, heißt es in der Mitteilung.

„Die Infrastruktur trägt dazu bei, dass Großschiffe im Hamburger Hafen auch künftig zuverlässig und leistungsfähig abgefertigt werden, Hamburg seine Angebotsfähigkeit ausbaut und auch weiterhin Knotenpunkt der wichtigsten Schifffahrtsrouten ist“, sagt Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD). „Dieses Vorhaben wird den Hamburger Hafen leistungsfähiger machen und ist eine wichtige Zukunftsinvestition in seine Wettbewerbsfähigkeit“, so HPA-CEO Jens Meier.

„Wir verbinden mit der Erweiterung und Modernisierung den Beginn der Umstellung des manuellen Umschlagbetriebs auf ein automatisiertes Betriebskonzept am Standort Hamburg“, erklärt Tom Eckelmann, Geschäftsführer von Eurokai und Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung von Eurogate. „Wir werden die Suprastrukturen, Großgeräte und die IT-Infrastruktur, beginnend auf dem Bestandsterminal, auf ein automatisiertes Umschlagsystem für den gesamten Terminal inklusive der Erweiterung auslegen.“

Auch der Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH) begrüßt die Entscheidung zum Hafenausbau. Mit der Westerweiterung werde die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes langfristig verbessert. Der geplante Drehkreis leiste einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs und sorge für eine bessere Erreichbarkeit und mehr Effizienz bei Hafenanläufen.

www.hafen-hamburg.de

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