Bremenports setzt verstärkt auf die Bahn

126.000 TEU im Jahr 2024: Österreich ist traditionell ein fester und guter Partner der bremischen Häfen.

Bremenports setzt verstärkt auf die Bahn Bild: Bremen Ports

Die bremischen Häfen starten ein umfangreiches Investitionsprogramm zur Stärkung ihrer Rolle als logistische Drehscheibe, mit Fokus auf Hafeneisenbahn, Kajen-Modernisierung, Straßenanbindung und dem Ausbau der Landstromversorgung. Ziel ist die langfristige Wettbewerbsfähigkeit von Bremen und Bremerhaven sowie ein aktiver ökologischer Wandel.

Robert Howe, Geschäftsführer von bremenports, betont in diesem Zusammenhang die Hinterlandanbindung als Rückgrat der Häfen. Die Projekte sollen Versorgungs- und Lieferketten sichern und den klimafreundlichen Schienentransport weiter erhöhen.

Bremerhaven gilt als Eisenbahnhafen-Vorreiter und will diese Stellung mit folgenden Projekten ausbauen: Bau des Hafenbahnhofs Speckenbüttel ab 2026, Modernisierung der Gleisinfrastruktur, Erhöhung der Vorstellgleise von 16 auf 23 und Einführung eines elektronischen Stellwerks auf Basis von Prinos. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 56 Mio. EUR.

Auf dem Eurogate-Terminal geht eine neue KV-Anlage mit sechs Gleisen à 740 Meter Länge und ferngesteuerten Krananlagen in Betrieb. Eine zweite Anlage soll folgen, was die Kapazität im Bahncontainerumschlag weiter erhöhen wird.

Auch auf die wichtige Rolle Österreichs im Bahngeschäft weisen die bremischen Häfen hin: „Österreich ist traditionell ein fester und guter Partner der bremischen Häfen und wickelt schon einen großen Teil seines Außenhandels über Bremerhaven ab – insbesondere über die Schiene. Der Ausbau der Bahnverbindungen schafft dabei zusätzliche Verlässlichkeit, wird zu deutlichen Verbesserungen führen und stärkt diese enge Partnerschaft“, sagt Claus Hansen, Repräsentant der bremischen Häfen für Österreich.

Wasser- und straßenseitig warten in den bremischen Häfen ebenfalls weitere Projekte: Neubau der Containerkaje CT1–3a (ca. 3.000 m Kaje, Gesamtkosten inkl. Modernisierung rund 770 Mio. EUR, Ziel: Tragfähigkeit und Abfertigung moderner Großcontainerschiffe). Vertiefung der Außenweser (Planung einer Anpassung der Fahrrinne, Umsetzung ab 2026).

Zusätzlich Straßen- und Infrastrukturmaßnahmen im Überseehafen, inklusive redundanter Verkehrsführung und Erhöhung der Kreuzfahrt-Verkehrsfunktion durch Ersatz der Drehbrücke. Die Gesamtkosten hier belaufen sich auf ca. 185 Mio. EUR.

Im Oktober geht im Nordhafen Europas erste Landstromanlage für Autotransporter in Betrieb – rund um den Jahreswechsel dann auch die ersten drei Landstromanlagen auf der Containerkaje sowie zur Kreuzfahrtsaison eine weitere auf der Columbuskaje. Insgesamt investiert Bremen in der ersten Ausbaustufe 52 Mio. EUR.

www.bremenports.de

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