Gemeinsam mit den Handlingsagenten und ortsansässigen Luftfrachtspeditionen hat sich Hamburg Airport, Deutschlands fünftgrößter Verkehrsflughafen, für eine verbindliche Einführung des Cargo Community Systems FAIR@Link des IT-Luftfrachtunternehmens allivate aus Frankfurt entschieden. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, die Abfertigungs- und Zollprozesse im Frachtzentrum ganzheitlich zu digitalisieren.
Mit dem Ziel „ein Standort, ein digitaler Standard“ startet der Regelbetrieb der IT-Plattform in Hamburg am 4. August 2025. Nach einer Übergangsphase ist geplant, dass abzufertigende Luftfrachtsendungen im Laufe des Jahres 2026 verpflichtend über das Cargo Community System vorab anzumelden sind.
Angebunden an die neue Praktik ist der Handlingsagent Wisag Cargo. „Wir sehen den Prozessschritt, welche Sendungen ankommen, künftig nicht mehr erst im Wareneingang, sondern deutlich früher, vermeiden somit Doppeleingaben und Papier“, erklärt Ingo Veihl, Geschäftsführer von Wisag Cargo.
Damit sei nun eine hundertprozentige Abdeckung bei den Luftfrachtabfertigern, zu denen auch LUG und Swissport Cargo zählen, erreicht. „Der Anschluss aller Handlingsagenten ist die Basis für eine verbindliche Einführung der standortweiten digitalen und standardisierten Luftfrachtabfertigung“, so Allivate-Geschäftsführer Dirk Gladiator.
Nach Angaben von Allivate ist das Luftfrachtaufkommen am Hamburg Airport 2024 gegenüber dem Jahr davor sprunghaft um 39 Prozent auf 65.400 Tonnen gewachsen. Auch deshalb sei die verbindliche Einführung von Fair@Link ein wichtiger Schritt hinsichtlich der Digitalisierung.
„Mit dem Cargo Community System ermöglichen wir durch vorausschauende Planung und digitale Zusammenarbeit eine effizientere Nutzung der bestehenden Kapazitäten. So stärken wir Hamburg Airport als leistungsfähigen und zukunftssicheren Luftfrachtstandort“, sagt Alexander Müller, Head of Office & Logistics am Hamburg Airport.
