Das Projekt Zero Emission Transport (ZET) der Wirtschaftskammer Wien macht im ersten und zweiten Bezirk emissionsfreie Mobilität zur Realität. Seit Juni 2024 haben sich 43 Unternehmen aller Branchen dazu verpflichtet, ohne Schadstoffausstoß zu fahren.
„Noch erfreulicher ist es, wenn auch die komplette Anlieferung nachhaltig gestaltet wird“, stellt Christian Holzhauser, Spartenobmann für Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Wien, fest. Das setzt jetzt die Handelsfirma Frankstahl aus Guntramsdorf um, die einen Lkw mit elektrischem Ladekran angeschafft hat.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Mitsubishi Fuso mit einer 124 kWh starken Batterie, die etwa 200 Kilometer Reichweite bietet. Ein großer Vorteil des 7,5-Tonners ist der vollelektrische Ladekran, der leises Arbeiten erlaubt. Denn bisher musste für die Verwendung eines Ladekrans auch der Verbrennungsmotor des Diesel-Lkw zur Stromerzeugung laufen.
„Beim Be- und Entladen entfällt jetzt der Lärm des Motors“, erklärt Roman Divoky, Logistikleiter bei Frankstahl. „Das ist angenehmer für die Mitarbeiter und Anwohner einer Baustelle, und wir sparen so zusätzlich CO2-Emissionen ein. Eine weitere positive Erfahrung der ersten Monate ist, dass sich der Betrieb des Krans kaum auf die Kapazität der Batterie und damit die Reichweite des Lkw auswirkt.“
Denn der Lkw wird nicht auf täglich fixen Routen eingesetzt, sondern beliefert stets unterschiedliche Kunden. Dies machen die Routenplanung und die notwendige Reichweite weniger vorhersehbar.
„Wir haben bereits mehrere 100 Kunden beliefert und es hat alles reibungslos funktioniert“, gibt Roman Divoky bekannt. „Wir werden daher in Zukunft bei unserem Fuhrpark weitere E-Lkw in Betracht ziehen.“
