Die heimische Aluminiumindustrie steht im internationalen Wettbewerb vor großen Herausforderungen. Vor allem die US-Zölle, die Energiepreise, der akute Mangel am Rohstoff Aluminiumschrott und die enormen Personalkosten stellen die Branche vor große Aufgaben.
„Die US-Zölle von 50 Prozent auf Alu-Produkte beeinträchtigen unsere Exportfähigkeit. Nachverhandlungen sind auf EU-Ebene zwingend nötig. Ebenso brauchen wir europäische Schutzzölle für Aluminium nach dem Vorbild Stahl“, fordern AMAG-Chef Helmut Kaufmann und ausgewählte Branchenvertreter.
Weiters bedürfe es zur Eindämmung der hohen Energiepreise einer zielgerichteten Entlastung sowie einer Versorgung mit grünem Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Preisen. Es müsse jetzt gehandelt werden, bevor sich die Wettbewerbsnachteile weiter verfestigen. Noch sei Zeit, gegenzusteuern.
Helmut Kaufmann plädiert außerdem dafür, die kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten über das Jahr 2034 hinaus zu verlängern. „Der aktuelle Reduktionspfad im EU-Emissionshandel ist zu eng und entzieht der energieintensiven Industrie die finanziellen Mittel für die gewünschte ökologische Transformation.“
Besonders herausfordernd ist darüber hinaus die Verfügbarkeit von Aluminiumschrott, der zunehmend nach Asien und in die USA exportiert wird. Exportrestriktionen für Schrott und Altfahrzeuge aus der EU seien ebenso ein Gebot der Stunde wie ein Bürokratieabbau in diesem Bereich, meinen die Vertreter der Industrie.
