Vor rund einem Jahr haben das Kies- und Schotterwerkunternehmen Bernegger, die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) sowie die Sammel- und Verwertungsmarke „Der Grüne Punkt“ im Ennshafen die Hightech-Sortieranlage „TriPlast“ in Betrieb genommen. Jetzt werden die drei Eigentümer 35 Mio. EUR in ein weiteres Werk zu investieren, das am gleichen Standort entstehen und Kunststoffrecycling auf ein neues Level heben soll.
Dabei soll das von der ARA entwickelte und patentierte Verfahren „Upcycle“ zum Einsatz kommen und es ermöglichen, jedes Jahr bis zu 41.000 Tonnen Kunststoff-Sortierreste zu verarbeiten. Ziel ist es, noch mehr hochwertige Rezyklate u.a. für sensible Anwendungen wie Lebensmittelverpackungen liefern zu können.
„Upcycle“ läuft bereits in einer Pilotanlage in Pöchlarn. Dieser von der ARA entwickelte Prozess ist das Herzstück zur Anreicherung von Polyolefinen. Bis Ende 2026 wird „Triplast“ somit um eine innovative Neuerung reicher.
Damit sollen die Sortierreste des „TriPlast“-Outputs sowie zusätzliche Mengen aus anderen Sortieranlagen weiterverarbeitet werden können, die bisher nur als Ersatzbrennstoff genutzt werden konnten, beispielsweise, weil sie zu stark verschmutzt oder zu klein sind. Das erhöht Ausbeute und Recyclingquote.
Darüber hinaus bietet die Anlage eine Lösung für die Aufbereitung von Getränkeverbundkartons (PolyAl). Mit Hilfe einer vorgeschalteten Feinsortierung sollen sich zudem einzelne Kunststofffraktionen noch gezielter reinigen lassen, um in der Folge Rezyklate für hochwertige Anwendungen zu liefern.
Die Hightech-Sortieranlage „TriPlast“ ist darauf ausgelegt, pro Stunde 20 Tonnen Material aus dem Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne zu sortieren, also rund 100.000 Tonnen jährlich. Die Bilanz nach einem Jahr Betrieb übertrifft die Erwartungen: Die ursprüngliche Sortiertiefe konnte von 80 auf 85 Prozent gesteigert werden.
„Seit dem offiziellen Start am 1. Juli 2024 läuft die Anlage hervorragend. Die Sensoren erkennen 24 verschiedene Abfallfraktionen, analysieren diese und trennen sie sortenrein – so wird eine hochmoderne Sortierung ermöglicht. Vor Ort ist ein Team aus 70 Mitarbeiter:innen für die Kreislaufwirtschaft im Einsatz“, erklärt Kurt Bernegger, Geschäftsleitung Bernegger GmbH.
