US-Zölle trüben bei AMAG die Geschäftsprognose ein

Aluminiumkonzern fordert tragfähige Einigung über die zukünftigen Handelsbedingungen zwischen den Wirtschaftsblöcken EU und USA.

US-Zölle trüben bei AMAG die Geschäftsprognose ein Bild: AMAG

Dunkle Wolken am Horizont: Beim Aluminiumkonzern AMAG Austria Metall AG haben sich die von US-Präsident Donald Trump Anfang Juni auf 50 Prozent angehobenen Zölle für Importe aus Europa noch nicht maßgeblich auf die Zahlen der ersten sechs Geschäftsmonate ausgewirkt. Allerdings ist zu befürchten, dass die entsprechenden Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung vor allem im zweiten Halbjahr 2025 zum Tragen kommen werden.

„Die Auslastung konnte bislang auf einem stabilen Niveau gehalten werden. Aber Ergebniseinbußen aufgrund von erhöhten Personal- und Energiekosten sowie den US-Zöllen können unmöglich kurzfristig kompensiert werden“, stellt AMAG-Vorstandsvorsitzender Helmut Kaufmann klar.

Es sei daher dringend notwendig, dass mit der US-Regierung eine tragfähige Einigung über die zukünftigen Handelsbedingungen getroffen wird. Auch bräuchte Österreich bessere Standortbedingungen, und „die KV-Verhandler müssen für die Herbstrunde Realitätssinn beweisen“, fordert Helmut Kaufmann.

Insgesamt stiegen die Umsatzerlöseder AMAG-Gruppe im ersten Halbjahr 2025 um 11,1 Prozent auf 786,2 Mio. EUR (H1/2024: 707,7 Mio. EUR). Neben einem um rund 6 Prozent höheren Aluminiumpreis wirkte sich auch der Anstieg in der Gesamtabsatzmengeauf 220.400 Tonnen positiv aus (H1/2024: 214.100 Tonnen).

Hingegen ist der Nettogewinn um knapp 30 Prozent auf 23,4 Mio. EUR gesunken. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit 38,8 Mio. EUR um 23,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Infolge veränderter Rahmenbedingungen erwartet der Vorstand für die AMAG-Gruppe im Gesamtjahr 2025 derzeit ein EBITDA in einer Bandbreite von 110 Mio. EUR bis 130 Mio. EUR.

Die AMAG ist ein führender österreichischer Premiumanbieter von qualitativ hochwertigen Aluminiumguss- und -walzprodukten. Diese werden in verschiedensten Industrien wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel-, Beleuchtungs-, Maschinenbau-, Bau- und Verpackungsindustrie eingesetzt.

In der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die AMAG mit 20 Prozent beteiligt ist, wird hochwertiges Primäraluminium mit vorbildlicher Ökobilanz produziert. Darüber hinaus fertigt AMAG components mit Sitz in Übersee am Chiemsee einbaufertige Metallteile für die Luft- und Raumfahrtindustrie.

www.amag-al4u.com

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