Siemens und Railpool planen Lokomotiv-Servicehub in Verona

Gemeinsame Investition von rund 20 Mio. EUR soll Italiens Rolle in der europäischen Schienenlogistik stärken.

Siemens und Railpool planen Lokomotiv-Servicehub in Verona Bild: Siemens

Siemens Mobility und der Schienenfahrzeugvermieter Railpool haben eine Grundsatzvereinbarung für den Erwerb eines 15.000 m² großen Grundstücks von Consorzio ZAI unterzeichnet. Das Gelände liegt im Logistikzentrum Verona Interporto, dem größten integrierten Verkehrsknoten Italiens.

Mit einer Investition von rund 20 Mio. EUR wollen beide Unternehmen ein Kompetenzzentrum für die Instandhaltung von Lokomotiven errichten. Geplant sind fünf Gleise für leichte Instandhaltungsarbeiten sowie ein Gleis mit Radsatzdrehbank. In dem „Open-Access“-Depot sollen Triebfahrzeuge verschiedener Hersteller gewartet werden.

Nach der Fertigstellung sind Tests von MS- und DC-Lokomotiven sowie Wartungen für alle wichtigen europäischen Zugsicherungssysteme möglich. Railpool und Siemens Mobility erwarten bis 2032 eine deutliche Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene, weil sich mit der Eröffnung des Brennerbasistunnels die Schienentransportkapazität über die Alpen voraussichtlich verdoppeln wird.

Der Standort Verona wird das bestehende Siemens Mobility Rail Service Center in Novara ergänzen. Seit 2015 erbringt dieses Depot am Rhein-Alpen-Korridor des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) Full-Service-Leistungen für mehr als 120 Lokomotiven verschiedener großer europäischer Bahnunternehmen. 

Im Jahr 2024 haben beide Unternehmen einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 250 Lokomotiven an Railpool unterzeichnet. Die Vereinbarung umfasst Mehrsystem-Varianten der Vectron-Lokomotive, die in bis zu 16 Ländern und auf verschiedenen europäischen Schienenkorridoren eingesetzt werden können.

www.siemens.com/mobility

www.railpool.eu

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