NÖM AG: 80 Mio. EUR für neues Versandlager in Baden

Mit dem EU-Taxonomie-Check und einer „greenpass“ Gebäudezertifizierung wird der Neubau zukunftsfit für die nächsten Generationen.

NÖM AG: 80 Mio. EUR für neues Versandlager in Baden Bild: Dr. Shebl & Partner Generalplaner

Mit einem symbolischen Spatenstich fiel am 23. Juni der Startschuss für ein neues Versandlager der NÖM AG in Baden (NÖ). Das Logistikzentrum entsteht auf einer Fläche von 14.000 m² und ist auf höchste Effizienz, Nachhaltigkeit und Automatisierung ausgelegt. In der finalen Ausbaustufe wird es über bis zu 26.000 Palettenstellplätze verfügen und vollständig automatisiert durch modernste Förder- und Kommissionierungstechnik gesteuert werden.

„Unser neues Versandlager wird anstelle einer alten Lagerhalle am Standort errichtet. Hier findet keine zusätzliche Versiegelung statt, da wir eine bestehende Fläche nutzen. Durch die direkte Anbindung der neuen Lagerhalle sparen wir über 10.000 Lkw-Fahrten pro Jahr“, unterstreicht Josef Simon, Vorstand für Produktion und Technik der NÖM AG und federführend beim Neubau.

Mit dem Projekt reagiert die NÖM auf das dynamisch wachsende Bestellvolumen und die gestiegenen Anforderungen an Schnelligkeit und Präzision in der Lieferkette. Zudem setzt die Molkerei damit ein deutliches Zeichen für Innovationskraft, Arbeitsplatzsicherung und zukunftsorientierte Ausrichtung.

„Dieser Neubau ist nicht nur ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Baden, sondern ein mutiger Schritt in die Zukunft der Intralogistik“, erklärt Andreas Hofbauer, Geschäftsführer der Frischlogistik und Handel GmbH, der die Verantwortung über das neue Lager trägt. „Die Investition in eine hochmoderne Lagerverwaltung und einen fortschrittlichen Kommissionier-Prozess unterstreicht nicht nur unsere innovative Zukunftsausrichtung, sondern auch den Willen zum nachhaltigen Wirtschaften.“

Mit dem Einsatz KI-basierter Energieoptimierung nutzt die NÖM einen enormen Hebel, um Energieersparnis von bis zu 1.400 Tonnen CO2 pro Jahr zu erreichen. Nur wenige Unternehmen setzen diese fortschrittliche Technologie bereits ein“, geht Christoph Posawetz von der Frischlogistik und Handel GmbH, weiter ins Detail.

Das neue Versandlager entspricht nicht nur mit KI-basierter Energieoptimierung einem wohldurchdachten energieeffizienten Gebäudekonzept, sondern punktet zudem mit Wärmerückgewinnung, einer Photovoltaikanlage, einer Betonkernaktivierung, einem Bürotrakt in Holzbauweise und einem eigenen Eisspeicher für die Kälteanlage. Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) geprüfte Fassade mit Dachbegrünung wird sich nahtlos in das Landschaftsbild einfügen.

Rund 2.200 Milchbauern aus der Region beliefern die NÖM jährlich mit etwa 450 Mio. Kilogramm Rohmilch. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 1.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 685 Mio. EUR..

www.noem.at

www.noe.gv.at

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