Die Spar Österreichische Warenhandels-AG hat die Sporthandelskette Hervis verkauft. Neue Eigentümer sind der Snipes-Gründer Sven Voth und Udo Schloemer, Gründer der Factory Berlin. Mit übernommen werden sämtliche Hervis-Mitarbeitende und alle 134 Standorte in Österreich, Slowenien, Kroatien und Bayern.
Hervis war über 50 Jahre lang ein wesentlicher Teil der Spar Österreich-Gruppe. Letztere fokussiert jetzt auf die Expansion im Kerngeschäft Lebensmittelhandel in fünf Ländern, sowie auf den Shoppingcenter- und Immobilienbereich.
Bei Hervis besteht unterdessen Bedarf für eine Neupositionierung im Marktumfeld, das sich deutlich verändert hat. Klassische Sportarten verlieren an Zuspruch, während neue Sport- und Bewegungsformen in den vergangenen Jahren spürbar an Bedeutung gewonnen haben.
„Wir werden Hervis im ersten Schritt ins Jahr 2026 führen und das Geschäftsmodell im Sporthandel neu positionieren. Ziel ist es, das Angebot an die geänderten Kundenbedürfnisse der heutigen Zeit anzupassen und das Unternehmen damit wieder erfolgreich zu machen“, erklärt der neue Hervis-Eigentümer Sven Voth den bevorstehenden Change-Prozess.
Dafür wird der Geschäftsbetrieb von Hervis vollständig übernommen. Gutscheine behalten ihre Gültigkeit, Online-Bestellungen und laufende Abwicklungen werden wie gewohnt erfüllt. Service- und Gewährleistungsfälle werden im Rahmen der bestehenden Prozesse weiterbearbeitet“, heißt es in einer Pressemitteilung,
Spar hat im Jahr 1970 die Geschäfte des deutschen Modekaufmanns Hermann Visser und übernommen und in Folge erfolgreich ein Sportfachmarkt-Konzept aufgebaut. Hervis expandierte kräftig und war neben Österreich auch lange in sechs weiteren Ländern tätig. Ende 2025 gehörten zu der Handelskette 91 Filialen in Österreich und weitere 43 in Slowenien, Kroatien und Bayern mit einem Verkaufsumsatz von 314 Mio. EUR.
