Milchexporte kratzten 2025 an der 2-Mrd.-EUR-Marke

Wichtigstes Außenhandelsprodukt ist der Käse. Hier wurden mit einem Export von 987 Mio. EUR und einem Import von 841 Mio. EUR mehr als die Hälfte der Umsätze erzielt.

Milchexporte kratzten 2025 an der 2-Mrd.-EUR-Marke Bild: pixabay / Für Österreichs Milchwirtschaft ist Käse ein absoluter Exportschlager.

Auf Basis vorläufiger Zahlen der Statistik Austria haben Österreichs Milchexporte 2025 mit 1,95 Mrd. EUR einen neuen Höchstwert erreicht. Sie konnten um 9,5 Prozent oder 175 Mio. EUR weiter zulegen.

Bei den Importen gab es einen Zuwachs auf 1,32 Mrd. EUR (plus 12,4 Prozent oder 150 Mio. EUR), was einen gestiegenen, positiven Außenhandelssaldo von 634 Mio. EUR (+ 4 Prozent) bewirkt hat. Die Exportquote bezogen auf den Umsatz betrug damit ca. 44,3 Prozent, die Importquote 29,9 Prozent.

Die Hälfte von Österreichs Milchexporten geht nach Deutschland, gefolgt von Italien, Spanien, Griechenland und den Niederlanden. Ähnlich verteilt liegen die Importe. Insgesamt exportiert die heimische Milchwirtschaft in über 100 Staaten der Welt.

Wichtigstes Außenhandelsprodukt ist der Käse. Hier wurden mit einem Export von 987 Mio. EUR und einem Import von 841 Mio. EUR mehr als die Hälfte der Umsätze erzielt.

An zweiter Stelle liegen die flüssigen Milchprodukte, von denen um 449 Mio. EUR exportiert und um 92 Mio. EUR importiert wurde. Drittwichtigste Kategorie im Export sind fermentierte Produkte mit 305 Mio. EUR an Exporten und 85 Mio. EUR an Importen.

Bei Butter lagen die Importe mit 156 Mio. EUR deutlich über den Exporten von 27 Mio. EUR. Einen Einfuhrüberschuss gibt es auch bei Trockenmilchprodukten mit 87 Mio. EUR an Importen und 51 Mio. EUR an Exporten.

Die starken Außenhandelszahlen bestätigen den Erfolg der Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie der heimischen Milchwirtschaft auch im Export. Durch die Einführung von „Tierhaltung plus“ konnte die Ausfuhr nach Deutschland abgesichert werden.

Irritationen im Außenhandel verursachten die sehr sprunghaften Zollankündigungen des US – Präsidenten und die daraus folgenden Zölle. Auch die neuen Zölle nach China belasten die europäische Milchwirtschaft.

Erschwerend wirken sich weiters kriegsbedingte Einschränkungen und Verteuerungen der Transporte aus. Neue Handelsabkommen der EU sollen so verhandelt werden, dass sie Vorteile für die Milchwirtschaft bringen.

www.voem.or.at

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