Kral GmbH startet eigene Produktion in China

Der Schraubenspindelpumpenhersteller begründet das mit der dort stark wachsenden Nachfrage nach maritimen Anwendungen und dem politischen Wunsch, lokal vor Ort zu produzieren.

Kral GmbH startet eigene Produktion in China Bild: Kral / Am 20. Jänner 2026 wurden die Verträge für das neue Werk unterzeichnet. Am Tisch sitzend links Kral-Geschäftsführer Otmar Kräutler.

Der Lustenauer Schraubenspindelpumpenhersteller Kral GmbH baut seine Präsenz in China jetzt erstmals auch mit einem eigenen Produktionswerk vor Ort aus. Darüber informierte Geschäftsführer Christoph Matt im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur.com. In den vergangenen Jahren hat Kral in China schon eine Service-, Vertriebs- und Montageniederlassung unterhalten.

Das neue Werk befindet sich in einer angemieteten und rund 5.000 m2 großen Halle im CEDZ Industriepark in Changshu, rund 100 Kilometer nordwestlich von Shanghai in der wirtschaftsstarken Provinz Jiangsu. Die Investment Agreement Signing Ceremony habe am 20. Jänner 2026 in Changshu in Anwesenheit mehrerer Kral-Führungskräfte, Vertretern des CEDZ Industrieparks, des österreichischen Wirtschaftsdelegierten sowie wichtiger Kunden von Kral stattgefunden.

Die operative Inbetriebnahme des Werks sei in der zweiten Jahreshälfte 2026 geplant. In den ersten zwei bis drei Jahren sollen dort rund 50 Mitarbeitende tätig sein, wobei dies erst den Anfang darstelle, so Christoph Matt. Produziert werden sollen in China dann ausgewählte Produktreihen vor allem für den maritimen Bereich.

Christoph Matt begründet die Entscheidung für ein eigenes Werk vor Ort mit mehreren Faktoren. So sei es etwa nicht gelungen, durch lokale Beschaffungen in China die von Kral gewünschte Qualität der Bauteile zu erreichen. „Die Herstellung von Spindelpumpen ist unsere eigene Kernkompetenz. Das wird von der Kundschaft in China sehr geschätzt.“

Zudem fordere die chinesische Politik verstärkt „local for local“ ein, also dass die Produktion für chinesische Kunden und damit auch die Wertschöpfung im Inland stattfinde. Mit diesem neuen Werk könne man Kunden in China zukünftig schneller und flexibler bedienen. Das sei auch ein dezidierter Wunsch der bestehenden Geschäftspartner gewesen.

Einer der wesentlichen Auslöser für das neue Werk sei außerdem die Tatsache, dass China bereits jetzt ein sehr wichtiger Absatzmarkt gerade für Schraubenspindelpumpen im maritimen Bereich für Brenner sowie Kraftstoff-Aufbereitungsmodule sei. „China ist bekanntlich mit einem Anteil von über 50 Prozent die weltweit führende Schiffsbaunation. Mit dem neuen Werk können wir zukünftig auch neue Kunden bedienen, die wir von Österreich aus nicht erreichen würden“, so Matt. 

Kral erziele bereits jetzt rund 50 Prozent des Umsatzes mit Schraubenspindelpumpen und Komponenten, die im maritimen Bereich Verwendung finden. „Das größte Potenzial für zukünftiges Wachstum von Kral befindet sich folglich in China.“ Deshalb sehe man das neue Werk nicht als Verlagerung, sondern als das Vorantreiben der internationalen Expansion.

Die Kral GmbH mit Hauptsitz in Vorarlberg wurde im Jahr 1950 gegründet. Das eigenständige Familienunternehmen ist vorwiegend in den Branchen Marine, Stromerzeugung, Öl & Gas, Maschinenbau und Chemie vertreten. Kunden sind sowohl lokale Betriebe als auch weltweit tätige Industriekonzerne.

www.kral.at

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