Das Wiener Hightech-Unternehmen Kapsch TrafficCom hat einen neuen Auftrag für die Wartung und den Betrieb des landesweiten Maut- und E-Vignetten-Systems in Bulgarien erhalten. Der Vertrag mit einem Volumen von 50 Mio. EUR läuft über fünf Jahre, wobei während dieser Zeitspanne mit zusätzlichen Systemadaptionen gerechnet wird.
Gemäß der Vereinbarung mit der bulgarischen Straßeninfrastrukturbehörde (RIA) wird Kapsch TrafficCom den Betrieb und die Modernisierung der Mautinfrastruktur im gesamten Staatsgebiet sicherstellen. Dazu zählen auch die Aktualisierung von Rechenzentren, Softwareplattformen und straßenseitigen Systemen.
Nachdem Bulgarien mit Wirkung vom 1. Jänner 2026 Teil der Eurozone geworden ist, hat Kapsch TrafficCom bereits die notwendigen Systemanpassungen vorgenommen, um diesen Übergang auch mautseitig zu ermöglichen. Darüber hinaus bereitet das Unternehmen das bulgarische Mautsystem aktiv auf die Einführung der CO₂-Emissionsklassen vor – eine wichtige EU-weite Initiative, die differenzierte Mauttarife auf der Grundlage von Fahrzeugemissionskategorien ermöglicht.
Schon ab 2019 hatte Kapsch TrafficCom in Bulgarien ein satellitengestütztes Lkw-Mautsystem sowie das derzeitige E-Vignetten-System für Pkw entwickelt und implementiert. Dieses Projekt, das 2019 in Zusammenarbeit mit RIA gestartet wurde, hat das Mautsystem des Landes von zeitbasierten Vignetten (wie etwa in Österreich) auf ein entfernungsbasiertes Modell für schwere Nutzfahrzeuge (HGV) umgestellt. Das System umfasst über 16.000 Kilometer Straßen.
„Wir sind stolz darauf, unsere Partnerschaft mit Bulgarien bei der Bereitstellung eines zuverlässigen und zukunftsfähigen Mautsystems fortzusetzen. In den kommenden Monaten und Jahren werden wir sicherstellen, dass das System ordnungsgemäß funktioniert und die notwendigen Aktualisierungen vorgenommen werden, um den Emissions- und Einnahmeanforderungen gerecht zu werden“, so Michael Weber, Head of Sales EMEA bei Kapsch TrafficCom.
