In Dänemark geht ein neues, kilometer- und emissionbasiertes Lkw-Mautsystem an den Start. Mit Hilfe moderner Satellitentechnologie erkennt es die genaue Fahrstrecke und berechnet automatisch den zu zahlenden Betrag.
Dafür liefert Kapsch TrafficCom TÜV-zertifizierte Mautgeräte, auch On-Board Units (OBU) genannt, sowie die notwendige Softwareplattform, um die via Satellit generierten Positionsdaten der Lkw zu verarbeiten. Abnehmer der Hard- und Software ist die dänische Firma Brobizz.
Der Vorteil der Satellitenmaut ist die genauere Berechnung der Fahrtdistanz, da dies eine fairere Bemautung ermöglicht. Außerdem benötigt diese Technik weniger straßenseitige Infrastruktur und weniger Wartung im Vergleich zu anderen distanzbasierten Mautsystemen und ermöglicht eine flexiblere Erfassung der kostenpflichtigen Straßennetze.
Die unter dem Namen KmToll laufende Satellitenmaut ersetzt das vorher gültige, zeitbasierte Eurovignettensystem. Bei diesem konnten Lkw einen fixen Betrag für eine gewisse Zeit zahlen, unabhängig von der konkreten Straßennutzung.
Das neue KmToll-System gilt für schwere Nutzfahrzeuge mit einem Gewicht von über 12 Tonnen und deckt im ersten Schritt rund 10.900 Straßenkilometer sowie alle Umweltzonen des Landes ab. Ab 2028 soll dann das gesamte öffentliche Straßennetz mit rund 75.000 Kilometern bemautet werden.
„Wir sind sehr stolz, dass unser Partner Brobizz auf unsere Technologie vertraut,“ so Carolin Treichl, EVP EMEA bei Kapsch TrafficCom. „Unsere Lösung ist auf Präzision, Flexibilität und Umweltfreundlichkeit ausgelegt und fügt sich nahtlos in die Systeme unserer Partner ein.“
