Die Infineon Technologies Austria Gruppe (Infineon Austria) hat das Geschäftsjahr 2025 (Stichtag 30. September 2025) im Rahmen der Erwartungen an ein herausforderndes Marktumfeld abgeschlossen. Der Umsatz blieb mit 4,695 Mrd. EUR nahezu stabil (-1 Prozent), während das Ergebnis bei minus 48 Mio. EUR lag. Letzteres wurde vor allem durch hohe Leerstandskosten sowie ungünstige Preis- und Wechselkursentwicklungen beeinflusst.
Mit Gesamtinvestitionen von 245 Mio. EUR (GJ 2024: 322 Mio. EUR), die hauptsächlich in die Weiterentwicklung neuer Halbleitermaterialien und den Ausbau der 300-mm-Kapazität in der Innovationsfabrik Villach geflossen sind, unterstreicht der Halbleiter-Spezialist seine Innovationskraft in Österreich. Der F&E-Aufwand betrug 721 Mio. EUR (GJ 2024: 686 Mio. EUR), was einem Plus von fünf Prozent und einer Forschungsquote von 15 Prozent (GJ 2024: 14 Prozent) entspricht.
Während die Nachfrage in klassischen Segmenten wie dem Automobilbereich, der Industrie- und Konsumentenelektronik im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit verhalten blieb, hat sich ein klarer Wachstumstreiber herauskristallisiert: Künstliche Intelligenz. Infineon Austria konnte den Umsatz mit KI-Anwendungen fast verdreifachen und hebt die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026 deutlich an – auf rund 1,5 Mrd. EUR.
Weltweit steigen die Investitionen in KI-Infrastrukturen stark. Infineon Austria ist mit seinen führenden Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren sowie technologischen Meilensteinen wie 300-mm-GaN und 200-mm-SiC optimal positioniert, um von diesem Trend nachhaltig zu profitieren.
Gleichzeitig entwickelt sich Quantencomputing zur nächsten potenziell disruptiven Technologie. Infineon Austria gestaltet das Quantenzeitalter aktiv mit. Mit dem Ausbau des Quantenlabors in Villach und der gezielten Bündelung von Know-how im Bereich Quantentechnologien wird ein strategischer Schwerpunkt gesetzt.
Der Personalstand entwickelte sich im Geschäftsjahr 2025 mit rund drei Prozent rückläufig und betrug zum Stichtag 30.September 2025 5.787 Mitarbeitende (GJ 2024: 5.977), davon 2.506 in Forschung und Entwicklung. Bei Infineon Austria trugen im abgelaufenen Geschäftsjahr Mitarbeitende aus 80 Nationen, ein Akademikeranteil von 60 Prozent und ein stabiler Frauenanteil von 22 Prozent dazu bei, ein innovatives und vielfältiges Arbeitsumfeld zu schaffen.
