Industrielle Rezession bremst den ÖBB-Güterverkehr

Im Geschäftsjahr 2025 war die Transportleistung gemessen in Tonnenkilometern um 4 Prozent rückläufig.

Industrielle Rezession bremst den ÖBB-Güterverkehr Bild: Marek Knopp-ÖBB

2025 war für die ÖBB-Holding AG ein Geschäftsjahr mit Licht und Schatten. Speziell der Schienengüterverkehr bekam die Auswirkungen der anhaltenden industriellen Rezession in Europa und insbesondere in Österreich zu spüren.

Die Transportleistung sei aufgrund der Industrierezession um 4 Prozent auf 26,2 Mrd. Nettotonnenkilometer gesunken. Auch die Nachfrage nach Logistikleistungen sei zurückgegangen. Zudem habe ein harter Preiswettbewerb mit der Straße das Umfeld geprägt, gab der Mobilitäts- und Logistikdienstleister heute in den frühen Morgenstunden bekannt.

„Das Geschäftsjahr 2025 war für uns ein Jahr mit Licht und Schatten. Vor allem der Start der Koralmbahn war natürlich eine absolute Sternstunde. Unsere Fahrgastzahlen waren auch 2025 sehr zufriedenstellend: 559 Mio. Menschen sind mit den ÖBB gefahren“, wird CEO Andreas Matthä in einer Presseinformation zitiert.

Er spricht aber auch die wirtschaftliche schwierige Situation an: Die Industrierezession drücke auf das ÖBB-Ergebnis. Das EBT des Konzerns, also der Gewinn vor Steuern, liege bei rund 68,1 Mio. EUR. Das sei zwar ganz klar positiv, aber doch ein spürbarer Rückgang von rund 40 Prozent gegenüber 2024, so Andreas Matthä.

Als umfassender Mobilitäts- und Logistikdienstleister haben die ÖBB im Jahr 2024 rund 80 Mio. Tonnen Güter klimaschonend und umweltfreundlich an ihr Ziel gebracht. Mit Investitionen von mehr als 5,4 Mrd. EUR jährlich in die Bahninfrastruktur und Flotte baut der Konzern am Bahnsystem für morgen. Insgesamt werden 48.000 Mitarbeitende sowie zusätzlich rund 2.000 Lehrlinge bei Bus und Bahn beschäftigt.

www.oebb.at

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