Im Hafen Straubing-Sand überholt die Bahn das Schiff

2025 hat sich der Modal Split an dem Umschlagplatz an der Donau verändert. Geplant sind Investitionen sind in Großraum- und Schwerlastlogistik.

Im Hafen Straubing-Sand überholt die Bahn das Schiff Bild: Hafen Straubing Sand

An Niederbayerns größtem Güterverkehrszentrum, dem Donauhafen Straubing-Sand, war im vergangenen Jahr eine Trendumkehr zu beobachten. Zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens hat der Bahn- den Schiffsumschlag mengenmäßig überflügelt. 

Während der Güterumschlag per Schiff 2025 im Vergleich zum Jahr davor um 11 Prozent auf 532.000 zurückgegangen ist, konnte die Bahn ein deutliches Plus um 9 Prozent auf 549.000 Tonnen erzielen. Damit wurde knapp ein Viertel der Güter über die Verkehrsträger Bahn und Schiff abgewickelt, während etwas mehr als drei Viertel weiterhin auf den Lkw entfielen. Diese Entwicklung wurde durch unterstützt.

„Dass die Bahn erstmals vor dem Schiff liegt, folgt einem allgemeinen Trend in den Binnenhäfen. Als Hafen werden wir aber weiterhin in erster Linie Partner im System Binnenwasserstraße bleiben“, sagt Andreas Löffert, Geschäftsleiter des Zweckverband Hafen Straubing-Sand (ZVH).

In den kommenden Jahren wolle das trimodale Logistikzentrum die Früchte aus dem Donauausbau und den Investitionen in die Hafeninfrastruktur ernten. So habe die Inbetriebnahme des neuen Terminals für den Kombinierten Verkehr Straße/Schiene im Herbst 2025 den Bahnumschlag merkbar angekurbelt.

Im vergangenen Jahr hat der ZVH rund 94 Mio. EUR investiert. Davon sind 55 Mio. EUR auf private Investitionen der ansässigen Unternehmen sowie 39 Mio. EUR auf öffentliche Infrastrukturprojekte entfallen.

In Zukunft möchte sich der ZVH stärker auf den Ausbau spezialisierter Infrastruktur konzentrieren. Das gilt vor allem für den Bereich Großraum- und Schwerlastlogistik. Zurzeit befindet sich ein High-&-Heavy-Terminal in Bau, das neue Möglichkeiten für den Umschlag sperriger und schwerer Güter eröffnen und die Position des Hafens als Drehscheibe weiter stärken soll.

www.hafen-straubing.de

Anzeige