Österreich, aber auch Europa befinden sich an einem industriellen Wendepunkt. Kostendruck, Fachkräftemangel und globaler Innovationswettbewerb fordern heimische Produktionsbetriebe heraus – und verlangen entschlossenes Handeln.
Wie das gelingen kann, zeigt das Beispiel Handl Tyrol. Bei einer Pressekonferenz in Haiming demonstrierte Geschäftsführer Karl Christian Handl gemeinsam mit Fraunhofer Austria, wie die Verzahnung von Industrie und Forschung die Wettbewerbsfähigkeit stärkt und den Standort absichert. Gemeinsam haben die beiden Projektpartner eines der modernsten Werke der fleischverarbeitenden Branche geschaffen.
Alles begann bereits 2014 mit dem Projekt „Masterplan 2020“. Gewachsene Strukturen, Fachkräftemangel, aber auch die zunehmende Globalisierung der Märkte hatten eine intensive Auseinandersetzung mit zukunftsfähigen Strukturen und Abläufen für das Unternehmen erforderlich gemacht. Schnell war klar: Moderne Strukturen brauchen einen neuen, innovativen Ansatz – und einen starken Forschungspartner, der diesen Wandel aktiv mitgestaltet.
In mehreren strategischen Planungsschritten gestalteten die Projektpartner eine innovative und auf die Zukunft ausgerichtete Fabrik mit über 20.000 m² Nutzfläche. Das Ergebnis zeigt, wie Fraunhofer Austria Unternehmen dabei hilft, aus Forschung echten Wettbewerbsvorteil zu machen. Um es in Zahlen auszudrücken: Handl Tyrol erzielte 2025 einen Gesamtumsatz von 218 Mio. EUR. In den letzten 10 Jahren ist das ein Erlöszuwachs von 100 Mio. EUR.
Karl Christian Handl: „Die Zusammenarbeit mit Fraunhofer Austria war für uns ein unverzichtbarer Schritt auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Gemeinsam haben wir unsere Produktionsprozesse analysiert, neue Technologien bewertet und konkrete Innovationsprojekte umgesetzt. Dadurch konnten wir unsere Effizienz steigern, digitale Lösungen erfolgreich integrieren und unsere Organisation langfristig weiterentwickeln.“ Handl Tyrol beschäftigt aktuell mehr als 700 Mitarbeitende.
