Getzner Werkstoffe fährt Werk in Indien hoch

Der Vorarlberger Schwingungs- und Erschütterungsschutz-Spezialist rückt näher an seine Kunden in Asien.

Getzner Werkstoffe fährt Werk in Indien hoch Bild: Getzner Werkstoffe / Feierliche Werkseröffnung: Die Staatsministerin der indischen Region Maharashtra und der österreichische Botschafter in Indien eröffneten gemeinsam mit Getzner den neuen Standort. (v.l.: Sanjay Risbood, Regional Sales Director Getzner Werkstoffe, Dr. Robert Zischg, Ambassador of Austria to India, Sunetra Ajit Pawar, Hon. Deputy Chief Minister, State of Maharashtra Smt.)

Mit einem neuen Produktionsstandort im westindischen Baramati treibt der Vorarlberger Werkstoffspezialist Getzner seinen internationalen Wachstumskurs weiter voran. Auf einer Fläche von rund 4.200 m2 entstehen künftig Komponenten für den Bahn- und Transitsektor, direkt für den indischen Markt.

Das Ziel von Getzner ist klar: näher an die Kunden rücken, schneller liefern, flexibler reagieren. Bereits seit Jahren ist der Schwingungs- und Erschütterungsschutz-Spezialist auf dem Subkontinent geschäftlich aktiv, u.a. mit einer Niederlassung im Industriezentrum Pune.

Indien gilt für das Bürser Unternehmen, das in seiner Branche zu den weltweit führenden zählt, als strategisch wichtiger Wachstumsmarkt. Die Lösungen von Getzner kommen dort bereits zum Einsatz, etwa bei der Agra Metro.

Auf der rund zehn Kilometer langen Schienenstrecke – in unmittelbarer Nähe zur viel besuchten Sehenswürdigkeit Taj Mahal – sorgen sogenannte Masse-Feder-Systeme dafür, dass Erschütterungen, Vibrationen und Körperschall reduziert werden. Gerade in dicht besiedelten Städten ist das ein entscheidender Faktor für Infrastrukturprojekte.

Mit der lokalen Fertigung kann Getzner künftig schneller auf Projektanforderungen reagieren und seine Marktposition weiter ausbauen. Das Werk ist Teil der „Make-in-India“-Initiative der indischen Regierung, die gezielt internationale Investitionen und lokale Produktion fördern soll.

Baramati ist nach Kunshan in China bereits der zweite Produktionsstandort des Unternehmens in Asien. Der Ausbau dort läuft parallel zu Investitionen in der Heimat: In Nüziders entsteht derzeit ein weiteres Werk.

Getzner-CEO Jürgen Rainalter unterstreicht diese doppelte Strategie: „Kundennähe ist für uns ein zentraler Erfolgsfaktor.” Gleichzeitig bleibe das klare Bekenntnis zum Standort Vorarlberg bestehen.

Getzner Werkstoffe ist ein weltweit führender Spezialist für Schwingungsisolierung in den Geschäftsfeldern Bahn, Bau und Industrie. Neben der Zentrale in Bürs betreibt das Unternehmen Standorte in Deutschland, Frankreich, USA, Indien, China, Japan und Australien.

2025 hat das Unternehmen mit 550 Mitarbeitenden (380 in Vorarlberg) einen Umsatz von 148,8 Mio. EUR erwirtschaftet. Die Exportquote liegt bei 90 Prozent.

www.getzner.com/de

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