Frächter rufen laut nach dem Gewerbediesel

Weil die Preisbremse bei Treibstoffen nicht ausreicht, fordert die Transportwirtschaft weitere Maßnahmen.

Frächter rufen laut nach dem Gewerbediesel Bild: AdobeStock

Die jüngst von der Bundesregierung beschlossene Treibstoff-Preisbremse wird von der heimischen Transportwirtschaft als Schritt in die richtige Richtung bezeichnet, greift aber viel zu kurz, denn sie genügt nicht, um die steigenden Kosten im Güterbeförderungsgewerbe ausreichend abzufedern.

Markus Fischer, Obmann des Fachverbands für das Güterbeförderungsgewerbe, betont, dass Treibstoff der zentrale Kostenfaktor sei und die bisher gesetzten staatlichen Maßnahmen nicht ausreichten, Unternehmen nachhaltig zu entlasten oder ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Daher fordert der Fachverband zusätzlich die Einführung eines Gewerbediesels durch Aussetzung des CO₂-Preises auf Diesel, da diese Maßnahme effizient, treffsicher und rasch wirksam wäre.

Allein 2024 und 2025 lagen die Mehreinnahmen aus dem Dieselverbrauch bei über 1,6 Mrd. EUR. Rechnet man auch noch die Einnahmen aus Benzin hinzu, ergibt sich ein Betrag von mehr als 2,1 Mrd. EUR, und zwar netto. Hinzu kommen also noch die Einnahmen aus der Umsatzsteuer.

Beim CO₂-Preis handelt es sich um eine im Jahr 2022 neu eingeführte Steuer und somit um zusätzliche Einnahmen für das Budget. „Nun ist es an der Zeit, dass ein Teil dieser Mittel wieder an jene zurückfließt, die sie erwirtschaften“, macht Fachverbandsobmann Markus Fischer aufmerksam.

Seiner Ansicht nach hätte ein Gewerbediesel mehrfache Wirkung: Die Transportbranche und die Wirtschaft würden gezielt entlastet, die Versorgungskette stabilisiert und Inflation verhindert, da steigende Transportkosten sich direkt auf Warenpreise auswirken. „Der Gewerbediesel ist keine Subvention, sondern eine sachliche Rückführung von Mehreinnahmen“, stellt Markus Fischer klar.

www.dietransporteure.at

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