„eMove Austria“ ist die Bezeichnung für jenes neue Programm, das den Ausbau der Elektromobilität in Österreich vorantreiben soll. Wie der ressortzuständige Minister Peter Hanke bekanntgibt, werde der Bund heuer und 2026 fast 500 Mio. EUR in die Forcierung der E-Mobilität investieren. Dabei liegt der Schwerpunkt künftig auf dem Ausbau der (Schnell-)Ladeinfrastruktur.
„‚eMove Austria‘ ist jenes Programm, unter dessen Dach wir künftig alle Aspekte und Bereiche zur Forcierung der E-Mobilität vereinen. Wir bieten damit Verlässlichkeit und Planungssicherheit für die Menschen und die gesamte Branche“, sagt Peter Hanke.
Unter dem gemeinsamen Dach „eMove Austria“ sind künftig mehrere Aspekte der E-Mobilität gebündelt, darunter die Säulen:
- „eCharge“ (Alle Maßnahmen zum Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur),
- „eBus“ (Alle Maßnahmen zum Umstieg von konventionellen auf emissionsfreie Antriebe bei Bussen),
- „eTruck“ (Alle Maßnahmen zum Umstieg von konventionellen auf emissionsfreie Antriebe bei Lkw) sowie
- „eRide“ (Alle Maßnahmen zum Umstieg auf Individual-E-Fahrzeuge im privaten und betrieblichen Kontext).
„Mit eTruck fördern wir die Umstellung von Nutzfahrzeugflotten mitsamt der zugehörigen Lade- oder Betankungsinfrastruktur. Dabei werden bis zu 60 Prozent der Mehrkosten für Fahrzeuge und 40 Prozent für Infrastruktur übernommen“, informiert Karin Tausz, Geschäftsführerin der mit der Abwicklung des Programms betrauten Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).
Bei der Präsentation nannte Mobilitätsminister Peter Hanke die ehrgeizigen Ziele des Programms „eMove Austria“: „Bis 2030 sollen 95 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher innerhalb von zehn Kilometern eine Schnellladestation zur Verfügung haben. Dieses Ziel ist ambitioniert, aber machbar. Heute haben wir den Startschuss gesetzt, um diese Vision Realität werden zu lassen.“
Auch ohne umfangreiche Zuschüsse bleiben die Zulassungen von E-Pkw laut Angaben des Ministeriums weiterhin aufgrund der Entwicklung am E-Kfz-Markt auf hohem Niveau. Bei der Ladeinfrastruktur gibt es jedoch, besonders im ländlichen Raum, Aufholbedarf.
Hier setzt „eMove Austria“ an: Insgesamt werden 2025 rund 260 Mio. EUR und 2026 rund 220 Mio. EUR an Fördermitteln für die E-Mobilität bereitgestellt. Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur besteht laut Expertinnen und Experten auch der größte Hebel.
Abseits der Förderungen sollen im Zuge des Programms „eMove Austria“ unter anderem auch wichtige Reformen und Maßnahmen zum Ausbau der E-Mobilität vorangetrieben werden. So steht die Asfinag in Verhandlungen mit Mineralölfirmen, um künftig den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge auf Autobahnen und Schnellstraßen zu vereinfachen und zu beschleunigen.
