Fleischwaren Höllerschmid aus Walkersdorf (NÖ) ist ein familiengeführter Betrieb mit rund 100 Mitarbeitenden, der großen Wert auf Regionalität, Qualität und handwerkliche Verarbeitung legt. Das Unternehmen bezieht sein Fleisch überwiegend von österreichischen Partnerbetrieben und beliefert Gastronomie, Großküchen sowie Privatkunden. Im „Fleischbank“-Shop erhalten Endverbraucher persönliche Beratung zu den Premium-Produkten.
Verarbeitet werden ausschließlich Rindfleisch, Geflügel und Schweinefleisch von regionalen Bauern. „Besonders wichtig sind für uns die nachhaltige Zusammenarbeit mit Landwirten, eine transparente Herkunft der Fleischwaren und gut ausgebildete Mitarbeiter. Mit Markenprogrammen und höchster Qualität wollen wir uns vom klassischen Markt abheben“, sagt Geschäftsführer Christoph Höllerschmid-Haslinger.
Nachdem der Standort im niederösterreichischen Walkersdorf im Lauf der Jahre durch kleine Zubauten für Verkauf und Lager sukzessive erweitert worden war, erfolgte 2016 abermals eine Vergrößerung. Dabei wurde die „Fleischbank“ als Shop mit 140 m² Verkaufsfläche für den Detailverkauf geschaffen. Hier erhalten die Endkunden 500 verschiedene Artikel.
Doch schon bald wurde die Arbeitsfläche erneut knapp und die technischen Anlagen der Gebäude waren in die Jahre gekommen. Daher entschloss sich die Eigentümerfamilie im Jahr 2024 zu einem großen Um- und Zubau des bestehenden Fleischwerks. Insgesamt wurden dabei 2.500 m² Fläche für die Frischfleischverarbeitung, den Anlieferungsbereich, die Logistik und Haustechnik sowie für Büros und Sozialtrakt neu geschaffen.
An die neuen Kühlanlagen stellte die Geschäftsführung konkrete Anforderungen. Ein wichtiger Punkt war eine Anlage, die auf ein zeitgemäßes Kältemittel wie CO2 setzt. Außerdem wollte man eine moderne Steuerung zur Überwachung der benötigten Temperaturen sowie ein Meldesystem und einen Notfallservice, der rund um die Uhr verfügbar ist.
Nach umfassender Planung entschied man sich für Hauser als Partner. „An diesem Unternehmen schätzen wir besonders die Hands-on-Mentalität, die sehr gut zu unserem Familienbetrieb passt. Entscheidend waren aber auch der hochverfügbare Service und der 24/7-Notdienst, die für unser Geschäft enorm wichtig sind“, sagt Christoph Höllerschmid-Haslinger.
Die Erneuerung der Kälteanlage gestaltete sich herausfordernd: Nach der Fertigstellung des Rohbaus mussten der Abbau der Altanlage und die Installation des neuen Kühlsystems während des laufenden Betriebs von Fleischverarbeitung und Verkauf bewerkstelligt werden.
Zur Kühlung kommen nun zwei transkritische CO2-Kälteanlagen von Hauser mit einer Leistung von rund 700 kW Leistung zum Einsatz, welche die gesamte Fleischverarbeitung, die Lager- und Dry-Ager-Räume sowie den Schockfroster zuverlässig mit Kälte versorgen. Die gesamte Anlage ist in einer vollflächigen Technik-Zwischenebene untergebracht. Die fünf Dry-Ager-Kühlräume sind mit einer speziellen Temperatur- und Feuchteregelung ausgestattet, um den fünfwöchigen Reifeprozess exakt überwachen und die Produktsicherheit gewährleisten zu können.
„Ein Alarmsystem informiert uns per E-Mail über Abweichungen oder Ausfälle der Kühlung. So können wir sofort Maßnahmen ergreifen“, sagt Christoph Höllerschmid-Haslinger. Die neue Anlage arbeite besonders zuverlässig, wodurch auch weniger Reparatur- und Wartungsarbeiten für die Kältetechnik nötig seien.
Ein wichtiger Beitrag zur Effizienz und Nachhaltigkeit ist die Rückgewinnung der Abwärme der Kälteanlagen zur Beheizung der Gebäude. „Wir bemerken, dass wir nun weniger Energie pro Quadratmeter Fläche benötigen. Durch die Wärmerückgewinnung sparen wir rund 25 Prozent der Heizkosten ein“, so der Geschäftsführer.
