Der Hafen Antwerpen-Brügge hat das Jahr 2025 mit einem Reefer-Rekordjahr abgeschlossen. Insgesamt wurden dort 1,17 Mio. TEU Kühlcontainer umgeschlagen – das höchste jemals verzeichnete Aufkommen. Das entspricht einem Anstieg von 0,6 Prozent gegenüber 2024. Haupttreiber des Wachstums war ein Anstieg der Importmengen um 13,5 Prozent.
Die Exporte in Kühlcontainern blieben weitgehend stabil und machten 35 Prozent des Gesamtvolumens aus. Der Umschlag ging aufgrund von Fahrplanänderungen der Reedereien leicht zurück (-4,4 %). Der konventionelle Kühltransport verzeichnet ein jährliches Wachstum von 4,9 Prozent. Während die Importe leicht zurückgehen (-0,7 %), steigen die Exporte konventioneller Kühlgüter deutlich an (+52,5 %).
Etwa 90 Prozent der Kühlcontainerimporte bestehen aus Frischwaren, darunter Obst, Gemüse und Fleisch/Fisch. Davon kommt der Großteil aus Lateinamerika. Die USA bleiben der wichtigste Exportmarkt.
Die Obst- und Gemüseexporte nach Ägypten sind stark gestiegen (+206,7 %). Marokko verzeichnet sowohl als Herkunfts- als auch als Zielland ein bemerkenswertes Wachstum.
Die Exporte aus Europa, hauptsächlich Belgien, den Niederlanden, Deutschland und Frankreich, bestehen vorwiegend aus Tiefkühlprodukten. Diese werden an verschiedene Bestimmungsorte auf mehreren Kontinenten geliefert.
Tineke Van de Voorde, Key Account Manager Port of Antwerp-Bruges, betont: „Die Tatsache, dass fast jeder zehnte Container, der in unserem Hafen ankommt, ein voll funktionsfähiger Reefer ist, zeigt wie wichtig temperaturgeführte Logistik heute geworden ist und wie stark wir in diesem Bereich aufgestellt sind.“
