Zur Belieferung ihrer Märkte setzt die Handelskette Spar Österreich Lkw ein, die mit dem umweltfreundlichen Treibstoff HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) aus gebrauchten Speiseölen und pflanzlichen Reststoffen fahren. Hingegen ist ein Einsatz von Fahrzeugen mit Elektroantrieb auf breiter Basis für das Unternehmen vorerst kein Thema.
„Wir testen Elektro-Lkw in Graz und Wien. Aber schon jetzt lässt sich sagen, dass die Verwendung wegen des Stromverbrauchs nicht zielführend ist. Wir bringen einfach keine Reichweite zusammen“, gab Spar-Vorstandsvorsitzender Hans Reisch im Klub der Wirtschaftspublizisten auf eine Frage der Österreichischen Verkehrszeitung bekannt.
Was im Nahverkehr „noch einigermaßen geht“, schaffe der E-Lkw über längere Distanzen nicht. „Wir brauchen stärkere Batterien, denn die zurzeit verfügbaren sind mit Beladung und Kühlung des Fahrzeugs überfordert“, sagte Hans Reisch. In Zukunft könnten hier vielleicht Wasserstoff-Lkw Abhilfe schaffen.
An einer anderen Front zeigt sich der Spar-Chef sehr zufrieden: Seit Ende 2024 ist in Fischamend das Simpex-Zentrallager in Betrieb, von wo Spar-, Eurospar- und Interspar-Standorte im In- und Ausland mit Nonfood-Artikeln beliefert werden.
„Nach einem Jahr lässt sich sagen: Es war die richtige Entscheidung, dorthin zu gehen“, erklärte Hans Reisch. Die Logistik in Fischamend funktioniere – auch dank der ausgezeichneten Verkehrsanbindung an das hochrangige Straßennetz – ausgezeichnet.
Das Simpex-Zentrallager ist rund 46.000 m2 groß. Die Logistikplattform vereint 6.500 unterschiedliche Nonfood-Produkte unter ihrem Dach – von Spielwaren über Putzmittel bis zu Kochutensilien. Jeden Tag werden davon 25.000 bis 30.000 Artikel kommissioniert und versendet.
