Beim Beschlägehersteller Blum schreitet der Ausbau der Anschlussbahn Stöcken im Werk 7 in Dornbirn planmäßig voran. Das Projekt werde im Herbst 2025 abgeschlossen. Die Investition betrage rund 2 Mio. EUR, räumen die Geschäftsführer Martin Blum und Philipp Blum gegenüber der Österreichischen Verkehrszeitung ein.
Mit einem zweiten Gleis verdoppelt sich die Länge der Anschlussbahn auf insgesamt 410 Meter. Dadurch entstehen zusätzliche Kapazitäten für Transporte auf der Schiene. Es wird künftig auch möglich sein, zusätzlich zu den maritimen Containern gegebenenfalls Lkw-Auflieger und Wechselaufbauten (WABs) für den Straßen- und Schienentransport zu verladen.
Das Vorarlberger Familienunternehmen schließt das Wirtschaftsjahr 2024/2025 per 30. Juni 2025 mit einem Umsatz von 2,44 Mrd. EUR ab. Das entspricht einem Wachstum von 144 Mio. EUR beziehungsweise 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzt der Möbelbeschläge-Spezialist ein positives Zeichen in einem immer noch herausfordernden Marktumfeld.
Philipp Blum erklärt: „Es gibt konkret zwei Faktoren, die sich positiv auf unseren Umsatz ausgewirkt haben. Zum einen konnten wir eine Trendwende schaffen und in den vergangenen zwölf Monaten die Verkaufsmengen aller Produktgruppen steigern. Zum anderen ist unsere Tochtergesellschaft Van Hoecke erstmalig im Umsatz integriert.“
Zudem bleibt die internationale Präsenz mit 34 Tochtergesellschaften, die nah bei den Kunden agieren und die Bedürfnisse genau kennen, ein wesentlicher Erfolgsfaktor. „So können wir die unterschiedlichen Entwicklungen weltweit ausgleichen. Denn es geht zwar in vielen Märkten aufwärts, es gibt aber auch weiterhin zahlreiche Herausforderungen“, berichtet Martin Blum.
Die Entwicklungen in den USA, in Osteuropa und im asiatisch-pazifischen Raum sind positiv, in Westeuropa sieht der Beschlägehersteller eine Stabilisierung. Die Lage in China bleibt aber angespannt. Zölle und andere protektionistische Maßnahmen könnten langfristig der Innovationsfähigkeit und der globalen Wettbewerbsfähigkeit schaden.
Der Umsatz verteilt sich im abgeschlossenen Wirtschaftsjahr zu 45 Prozent auf Europa, 15 Prozent auf die USA und 40 Prozent auf den Rest der Welt. Die Vereinigten Staaten von Amerika bleiben somit größter Einzelmarkt. Weltweit 9.846 Mitarbeitende (6.732 in Vorarlberg) stehen per 30. Juni 2025 auf der Gehaltsliste. Im Herbst werden wieder rund 100 junge Menschen eine Lehre bei Blum beginnen. Insgesamt bildet das Familienunternehmen in Österreich, den USA, Polen und China über 400 Lehrlinge aus.
