Soeben wurde die Demontage des Messmast-Fundaments des Offshore-Windparks Arkona in der deutschen Ostsee nahe der Insel Rügen erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt stellt einen wichtigen Meilenstein im Management und der kontrollierten Außerbetriebnahme von Offshore-Infrastruktur dar.
Unterstützt wurde das Projekt durch die Fährhafen Sassnitz GmbH und die Mukran Port Terminals GmbH (MPT), die Logistik, Flächenbereitstellung und Infrastrukturmaßnahmen koordinierten. Der Hafen Mukran übernahm dabei die zentrale logistische Rolle. Als auf Offshore-Projekte spezialisierter Terminal bot er die notwendige Infrastruktur für Annahme, Zwischenlagerung und Handling großformatiger Komponenten.
Der Messmast lieferte fast 15 Jahre lang wertvolle meteorologische und ozeanografische Daten für den Windpark Arkona. Nach der Gittermast-Demontage wurde nun auch die Fundamentstruktur außer Betrieb genommen. Das Fundament war etwa 30 Meter hoch, stand in einer Wassertiefe von rund 24 Metern und wog mehr als 2.500 Tonnen.
N-Sea und Scaldis Salvage & Marine Contractors NV verantworteten den gesamten Projektumfang – von der ingenieurtechnischen Planung über die Vorbereitungen der Arbeiten auf See, das Heben der Struktur, den Transport bis hin zur Demontage und nachhaltigen Entsorgung an Land. Alle demontierten Komponenten wurden getrennt sortiert und verarbeitet – Stahl und Beton recycelt, elektronische Bauteile umweltgerecht entsorgt.
Nach Abschluss der Offshore-Arbeiten wurde die Struktur mit dem Schwerlastschiff „Gulliver“ zum Hafen Mukran transportiert. Dort übernahm TASK Engineering als Subunternehmer von Scaldis die technische Koordination, die Überwachung im Hinblick auf Gesundheit, Sicherheit, Umwelt und Qualität, die Demontage und das Materialrecycling.
Der Hafen Mukran, betrieben durch die Fährhafen Sassnitz GmbH und die Mukran Port Terminals GmbH (MPT), zählt zu den führenden Offshore-Logistikstandorten der Ostsee. Mit direktem Seezugang, einem spezialisierten Offshore-Terminal, umfangreichen Schwerlast- und Lagerflächen sowie Schienen-, Straßen- und Schiffsanbindungen dient er seit über einem Jahrzehnt als Basis- und Servicehafen für Windenergieprojekte in der deutschen und europäischen Ostseeregion.
