Amag Gruppe: 382.800 Tonnen externer Absatz im Jahr 2025

Auswirkungen infolge der US-Zölle sowie anhaltend hohe Energie- und Personalkosten am Standort Ranshofen bewirken einen erhöhten Margendruck.

Amag Gruppe: 382.800 Tonnen externer Absatz im Jahr 2025 Bild: Amag Gruppe

Die Amag Austria Metall AG ist ein österreichischer Hersteller von hochwertigen Aluminiumguss- und -Walzprodukten, die in verschiedensten Branchen wie der Flugzeug-, Automobil-, Sportartikel-, Beleuchtungs-, Maschinenbau-, Bau- und Verpackungsindustrie eingesetzt werden. In der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der das Unternehmen mit 20 Prozent beteiligt ist, wird hochwertiges Primäraluminium produziert. Amag components mit Sitz in Übersee am Chiemsee (Deutschland) erzeugt einbaufertige Metallteile für die Luft- und Raumfahrtindustrie.

Vor dem Hintergrund herausfordernder Rahmenbedingungen verzeichnete die Amag Gruppe im Jahr 2025 eine robuste Absatzmenge. Rasch umgesetzte Stabilisierungsmaßnahmen halfen, die Auswirkungen durch ein verändertes und handelspolitisch beeinflusstes Wettbewerbsumfeld auf das operative Ergebnis deutlich abzufedern.

Die Umsatzerlöse konnten dank Preissteigerungen für Aluminium um 2,1 Prozent auf 1,48 Mrd. EUR gesteigert werden. Mit 417.600 Tonnen lag der Gesamtabsatz in einem insgesamt herausfordernden Marktumfeld etwas unter dem Vorjahresniveau (2024: 425.000 Tonnen). Das erzielte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging um 23,5 Prozent auf 137,0 Mio. EUR zurück.

Im Segment Walzen mit 204.000 Tonnen Gesamtaufkommen stabilisierten rasch umgesetzte Verschiebungen im Produktmix die Auslastung. Absatzschwächen vor allem im Transportsektor wurden durch Zuwächse in den Bereichen industrielle Anwendungen und Verpackung kompensiert. Ein insgesamt zunehmender Wettbewerbsdruck, Auswirkungen infolge der US-Zölle sowie anhaltend hohe Energie- und Personalkosten am Standort Ranshofen führten jedoch zu einem erhöhten Margendruck.

Im Geschäftsjahr 2026 werde man weiterhin in einem anspruchsvollen Umfeld agieren. Die globalen Märkte blieben volatil, wobei handelspolitische Unsicherheiten – insbesondere die in den USA eingeführten Zölle auf Aluminiumimporte – die internationalen Warenströme und die Preisgestaltung beeinflussen könnten. Gleichzeitig gingen aktuelle Wirtschaftsprognosen für 2026 von einer insgesamt verbesserten Industriekonjunktur aus, lautet die Einschätzung von CEO Dr. Helmut Kaufmann.

Mit einer Schrotteinsatzrate von 75 bis 80 Prozent ist Amag einer der führenden Aluminiumrecycler Europas. Die konsequente Nutzung von Sekundäraluminium spart bis zu 95 Prozent Energie gegenüber der Primärproduktion. Seit 2017 wurden die spezifischen CO₂-Emissionen pro Tonne Aluminium am Standort Ranshofen durch die Nutzung von 100 Prozent erneuerbaren Energien signifikant gesenkt. Die Erweiterung der Photovoltaikanlage auf 120.000 m² und langfristige Grünstromverträge sichern eine nachhaltige Energieversorgung.

Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt dem Unternehmen einen Kredit über 75 Mio. EUR bereit. Für die Amag ist das ein wichtiger Impuls, um zentrale Forschungsprojekte weiter voranzutreiben, die Digitalisierung und Ökologisierung der Produktionsprozesse am Standort in Oberösterreich konsequent weiterzuverfolgen und ihre Technologieführerschaft auszubauen. 

Amag hatte 2024 eine Forschungs- und Entwicklungsquote von 1,6 Prozent des Umsatzes und steht damit laut eigenen Angaben an der Spitze der westlichen Aluminiumhersteller. Das Unternehmen entwickelt innovative Aluminiumguss- und Walzprodukte für den Einsatz in zahlreichen Branchen, darunter Luftfahrt, Automobil, Sportartikel, Beleuchtung, Maschinenbau, Bauwesen und Verpackungsindustrie.

www.amag.at

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