Nach Angaben der Statistik Austria ist der Schienengüterverkehr in Österreich 2025 moderat gewachsen. Bei der Tonnage gab es einen Anstieg um 1,8 Prozent, bei der Transportleistung ein Plus um 2,6 Prozent.
Für die Plattform naturail, die Interessenvertretungen und Branchenverbände für den Schienengüterverkehr in Österreich vereint, ist das ein in Schritt in die richtige Richtung. Aber nicht in jenem Tempo, das Wirtschaft und Klima brauchen.
„Wir müssen stärker wachsen, nicht nur stabil bleiben. Die Schiene zeigt ihr Potenzial, aber wir nutzen es noch nicht ausreichend. Wenn wir die Klimaziele erreichen, resiliente Lieferketten und unseren Logistikstandort stärken wollen, braucht es mehr Tempo und Dynamik“, betont naturail-Sprecher Nikolaus Hirnschall.
Die Zahlen würden die Stärke der Schiene auf langen Distanzen und im Transit bestätigen. Damit bleibe sie ein zentraler Motor für Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit, betont die Plattform.
naturail verweist auf praxisnahe Lösungsansätze, um das Wachstum zu beschleunigen. Darunter finden sich die digital gesteuerte Kapazitätsnutzung, eine bessere Anbindung der Industrie über leistungsfähige Anschlussbahnen sowie ein niederschwelliger Zugang und konkrete Verlagerungsprojekte auf die Schiene gemeinsam mit Wirtschaft und Logistik.
Mitglieder bei naturail sind der WKÖ-Fachverband der Schienenbahnen, VABU – Verband der Anschlussbahnunternehmen, VPI – Verband der Privatgüterwagen-Interessenten Österreichs sowie CombiNet – Netzwerk Kombinierter Verkehr. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für den klimafreundlichen Verkehrsträger zu verbessern und einen Beitrag zur ökologischen und wirtschaftlichen Zukunft Europas zu leisten.
