Die Schienengüterverkehrsunternehmen Ungarns, Serbiens und Nordmazedoniens werden künftig enger zusammenarbeiten. Vor kurzem haben Rail Cargo Hungaria, Srbija Kargo und Železnice Republike Severne Makedonije Transport eine entsprechende Absichtserklärung über einen „synchronisierten Schienenverkehrsdienst“ unterzeichnet.
Dabei konzentrieren sich die drei Partner insbesondere auf die modernisierte Bahnlinie Budapest–Belgrad, um den Schienengüterverkehr aus China und innerhalb Europas anzukurbeln. Seit ihrer Eröffnung für den Güterverkehr Ende Februar ist diese Strecke eine wichtige Verkehrsader für Güter, die auf der Nord-Süd-Achse zum und aus dem Balkan transportiert werden.
„Die Zusammenarbeit umfasst zwei Stoßrichtungen: den Gütertransport zwischen China und Europa über bestehende Eisenbahnkorridore sowie den Transport von Gütern, die in europäischen Häfen ankommen oder von dort abfahren, zwischen Terminals auf dem europäischen Kontinent, ergänzt durch den Straßentransport“, schreibt Srbija Kargo in einer Aussendung.
Ein Großteil der chinesischen Fracht gelangt in den griechischen Hafen von Piräus, von wo aus sie über Nordmazedonien und Serbien in das europäische Hinterland transportiert wird. Der Schienengüterverkehr auf der Transbalkan-Route solle durch die „Integration der Schienenverkehrsverbindungen“, die Vereinfachung der Logistikketten, gemeinsame digitale Lösungen sowie die verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit verbessert werden, erklären die beteiligten Unternehmen.
Darüber hinaus werden in der Absichtserklärung verschiedene Bereiche für eine künftige Zusammenarbeit genannt. Dazu gehören die Entwicklung des intermodalen Verkehrs (Sattelauflieger, Container), Interoperabilität, Wissenstransfer, vereinfachte Zollverfahren und ein digitaler Datenaustausch. Als potenzielle Bereiche für eine Zusammenarbeit nennt das Papier zudem die koordinierte Entwicklung der Schieneninfrastruktur, gemeinsame Marketingmaßnahmen und Personalschulungen.
