Mit einem Investitionsvolumen von 6 Mio. EUR baut die Graphic Packaging International Graz GmbH (GPI Graz) ihren Produktionsstandort in der steirischen Landeshauptstadt aus. Investiert werde u. a. in eine neue Linie für die Zylinderfertigung – die Jahresproduktion steigt damit von 12.000 auf 16.000 -, in die Digitalisierung, die Maschinenverfügbarkeit sowie in die Infrastruktur, gibt Geschäftsführer Florian Bany in einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“ bekannt.
GPI Graz ist auf die Entwicklung und Fertigung hochwertiger Konsumgüterverpackungen wie Faltschachteln spezialisiert. Kunden sind vor allem bekannte internationale Marken der Tabak-, Textil- und Lebensmittelindustrie auf der ganzen Welt. Mit 370 Beschäftigten in Graz und einer Exportquote von 95 Prozent wurden 2024 rund 84 Mio. EUR umgesetzt.
Das Werk in der steirischen Metropole erstreckt sich über eine Gesamtfläche von rund 58.000 m2, wovon 36.000 m2 für Produktion und Logistik genutzt werden. Pro Jahr verarbeitet GPI Graz rund 21.000 Tonnen Karton sowie 1.100 Tonnen Farben und Lacke.
Zum Portfolio zählt auch die klassische Faltschachtelproduktion im Offsetdruck – mit eigener Stanz- und Klebezone – sowie der industrielle Rotationstiefdruck „kombiniert mit innovativen Veredelungsverfahren“, so Florian Bany, der auch auf das eigene Designteam am Standort verweist.
Der Geschäftsführer verhehlt nicht, dass man auch bei GPI die großen aktuellen Herausforderungen für die Produktionswirtschaft kennt, von den hohen Energiepreisen bis hin zu den Arbeitskosten. „Der Kostendruck ist auch bei uns hoch, die Entwicklung können wir vielfach auch nicht 1:1 an die Kunden weitergeben.“
Im globalen GPI-Netzwerk – Sitz des Konzerns ist Atlanta im US-Bundesstaat Georgia – zählt man mehr als 100 Standorte mit 23.000 Beschäftigten. Dabei spielt Graz eine wichtige Rolle. Das Know-how und die Expertise der Mitarbeitenden, die hier zu finden sind, sorgen für Alleinstellungsmerkmale.
