Zweieinhalb Mannjahre Entwicklungszeit stecken in der Lösung, mit der das steirische Unternehmen Axis in wenigen Monaten auf dem internationalen Markt auftritt. Der auf Flugsimulatoren spezialisierte Betrieb setzt künftig auch auf eine eigene Virtual-Reality-Anwendung: Piloten sollen dadurch bereits vor dem Einstieg ins Cockpit erste Abläufe realitätsnah trainieren können.
„Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv an einer eigenen Lösung gearbeitet, um unser Portfolio noch weiter auszubauen“, erklärt Axis-Geschäftsleiter Christian Theuermann. Natürlich könne man den klassischen Simulator nicht ersetzen, betont er.
Geschäftsführer Christian Theuermann sieht in der VR-Anwendung eine „sinnvolle Ergänzung – vor allem in der frühen Phase des Trainings“. Dort, wo Abläufe geübt werden, wo es um Standardprozeduren geht – wie erste Cockpit- und System-Checks sowie Triebwerksstarts.
Künftig soll die VR-Applikation als digitale Trainingsergänzung ausgeliefert werden – und damit zu einem ertragreichen Axis-Nebengeschäft der boomenden Simulatoren avancieren: „Die Auftrags-Pipeline ist weiterhin gut gefüllt, bereits Ende des Jahres können wir den nächsten Flugsimulator verschiffen“, erklärt Theuermann.
Es ist insgesamt bereits der vierte Simulator, den Axis in die USA liefert. Schon im Frühjahr hat das Unternehmen aus Lebring ein System an einen amerikanischen Kunden übergeben. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf einen hohen einstelligen Millionenbetrag.
Das Erfolgsrezept, mit dem das steirische Unternehmen aktuell insbesondere in Nordamerika überzeugt, bleibt mit den Flugtestkampagnen unverändert: „Mit Hilfe von eigenen Flugtests ist Axis in der Lage, Flugdaten exakt zu ermitteln – sogar für Flugzeuge, für die bisher keine Messwerte verfügbar waren.
Die hauseigene VR-Applikation wird dieses Mal noch nicht mitgeliefert. Aber spätestens bei einem sich aktuell abzeichnenden Auftrag Anfang 2026 ist sie Teil der Gesamtbestellung.
