Aufgrund der angespannten Marktlage hat der Feuerfestkonzern RHI Magnesita im ersten Halbjahr 2025 deutliche Einbußen bei seinen Ergebnissen hinnehmen müssen. Zwar sind die Erlöse „nur“ um drei Prozent auf 1,68 Mrd. EUR gesunken. Der Gewinn nach Steuern hingegen ist markant von 111 Mio. EUR auf 11 Mio. EUR eingebrochen.
Hauptursache für die mäßige Halbzeitbilanz war ein ungünstiger Produktmix im Industrial-Geschäft sowie weniger Nachfrage im Bereich Glas. Hinzu kam, dass Kunden aus dem Nichteisenmetall-Bereich wegen der globalen Unsicherheiten ihre Investitionsentscheidungen aufgeschoben haben, teilt RHI Magnesita mit.
Der Feuerfestkonzern bewege sich „in einem extrem herausfordernden externen Marktumfeld“, meint CEO Stefan Borgas. Das schwächere Projektgeschäft im Industrial-Bereich, Unsicherheiten aufgrund des Zollstreits mit den USA, harter Wettbewerb und die anhaltend schwache Nachfrage an den Endmärkten hätten die Margen deutlich verringert.
Für den weiteren Jahresverlauf erwartet RHI Magnesita Zugewinne beim Marktanteil in bestimmten Regionen sowie höhere Margen nach bereits umgesetzten Maßnahmen, mit denen das Projektgeschäft im Industrial-Bereich gesichert, die Preise erhöht und die Kosten gesenkt werden sollen. Im Berichtszeitraum hat das Industrieunternehmen zwei Werke geschlossen.
RHI Magnesita ist der Weltmarktführer bei hochwertigen Feuerfestprodukten, -systemen und -serviceleistungen, die für industrielle Hochtemperaturprozesse über 1.200 °C in einer Vielzahl von Industrien, darunter Stahl, Zement, Nichteisenmetalle und Glas, unverzichtbar sind. Durch die vertikal integrierte Wertschöpfungskette, die vom Rohstoff bis zum Feuerfestprodukt und leistungsorientierten Gesamtlösungen reicht, bedient RHI Magnesita Kunden in nahezu allen Ländern weltweit.
Das Unternehmen beschäftigt an 65 Hauptproduktions-, 12 Recycling- sowie mehr als 70 Vertriebsstandorten rund 20.000 Mitarbeitende. RHI Magnesita strebt den Ausbau der Führungsposition in Bezug auf Umsatz, Größe, Produktportfolio sowie geografischer Präsenz an – insbesondere in jenen Regionen, die wirtschaftliche Wachstumsaussichten versprechen.
